Hinweise für eine Bewerbung um einen Praktikumsplatz

Immer wieder steht für SchülerInnen oder Studierende die Frage, wie bewerbe ich mich um ein Praktikum. Soll ich eine "richtige" Bewerbung schicken oder genügt ein Anruf?

Mit einer ordnungsgemäß erstellten Bewerbung werdet Ihr in jedem Fall bei einer Firma besser ankommen. Eine schriftliche Bewerbung, die alle notwendigen Angaben enthält, erhöht Ihr Eure Chancen auf einen Praktikumsplatz in jedem Fall. Sicher ist es durchaus möglich, zunächst telefonisch Kontakt zu einem potenziellen Praktikumsbetrieb aufzunehmen und diesem bei Interesse die Zusendung von Bewerbungsunterlagen vorzuschlagen. Die Bewerbung aber gleich auf ein Telefonat zu beschränken, dürfte nicht von Erfolg geprägt sein. Die wohl ungeschickteste Form der Bewerbung ist Muttis Anruf. Dies vermittelt der / dem Personalchef/in eher den Eindruck von mangelnder Selbständigkeit und Desinteresse der / des Jugendlichen. Wer ein Praktikum absolvieren will oder muss, sollte sich die Mühe der Bewerbung schon selbst machen.[br}

Eine Bewerbung sollte in jedem Fall Interesse an der Firma und der Branche, in der die Firma tätig ist, zum Ausdruck bringen. Die häufig anzutreffende Formulierung: "Ich muss ein Praktikum machen" vermittelt genau das Gegenteil. Dieses "Muss" klingt demotiviert und desinteressiert. Besser kommt folgende Formulierung an: "Ich möchte gern in Ihrer Firma ein Praktikum absolvieren".

Wie bei jeder Bewerbung ist es ratsam, sich mit der Firma und ihrem Arbeitsgegenstand auseinander zu setzen. Dazu sollte man sich entweder Material und Informationen über die Firma beschaffen oder (wenn vorhanden) deren Internetseite besuchen. Ein/e Bewerber/in, die / der sich über die Firma bereits informiert ist, vermittelt Interesse und kann zudem im Vorstellungsgespräch sicherer auftreten. Eine Antwort auf die Frage, warum der Bewerber sein Praktikum ausgerechnet in dieser Firma absolvieren möchte, dürfte dann nicht schwer fallen. Wer vermeiden möchte, dass sie oder er "nach Belieben" in der Firma eingesetzt wird, sollte in Bewerbung und Vorstellungsgespräch deutlich zum Ausdruck bringen, für welche Tätigkeiten sich die / der Bewerbende interessiert. Dies setzt voraus, dass man sich über die Berufsbilder und Arbeitsmöglichkeiten in dem jeweiligen Unternehmen bereits informiert hat. Um Klarheit über den späteren Einsatz für Firma und Bewerbende/n zu haben, sollte man sich möglichst schriftlich über Einsatzort und -gebiet, über Tätigkeit und Arbeitszeit einigen. Hierbei sollte man auch einen Blick auf den gesetzlichen Bestimmungen haben. So regelt das Jugendarbeitsschutzgesetz, dass Jugendliche bestimmte Arbeiten nicht erledigen dürfen. Auch zur Arbeitszeit gibt es Einschränkungen.