Was ist überhaupt ein Praktikum?

Schnupperpraktikum

Ein Schnupperpraktikum ist freiwillig, aber nicht minder sinnvoll: es soll einen kurzen - im Allgemeinen dauert es nur wenige Tage - Einblick in einen bestimmten Betrieb und über das jeweilige Berufsbild verschaffen. Hier geht es nicht um die Aneignung fachlicher Kenntnisse oder die Übernahme eigenverantwortlicher Projekte, sondern schlicht um Orientierung.

Schülerbetriebspraktikum

Betriebspraktika bieten vor allem Schülerinnen und Schülern der Haupt- und Realschulen (in den meisten Bundesländern sind Betriebspraktika hier Pflicht) die Gelegenheit, ihre Berufswünsche und -vorstellungen zu konkretisieren und erste praktische Erfahrungen zu sammeln. Organisiert werden Schülerbetriebspraktika in der Regel von der Schule. Das Bundesinstitut für Berufsbildung hat die Bedeutung von Schülerbetriebspraktika im Rahmen der Berufswahlorientierungsphase evaluiert.

Vorpraktikum

Für bestimmte Studiengänge an Fachhochschulen und Universitäten sind Praktika vor Beginn der Ausbildung bzw. des Studiums vorgeschrieben. Das gilt insbesondere für medizinische und soziale Berufe. Das Praktikum muss in der Fachrichtung der jeweiligen Ausbildung bzw. des Studiums absolviert werden. Über die Bedingungen (u.a. Dauer und Inhalte des Praktikums) geben die Studienordnungen Auskunft.

Fachpraktikum

Einige Studiengänge an Fachhochschulen oder Universitäten erfordern eine längere Praxiserfahrung: so genannte Fachpraktika oder Praxissemester. Hier geht es darum, theoretisch erworbenes Wissen über einen Zeitraum von ca. 6 Monaten praktisch anzuwenden und zu vertiefen.