Träger des FSJ Kultur machen sich stark im Bundestagswahlkampf

Deutschland. Weit über 3000 Jugendliche im Alter von 16 bis 27 Jahren bewerben sich jährlich um einen Platz des Freiwilligen Sozialen Jahrs in der Kultur. "Doch dieses große Engagement und Potenzial findet keine ausreichende Anerkennung von Seiten der Politik", so Kerstin Hübner, Bundestutorin des FSJ Kultur bei der BKJ. Denn bundesweit stehen lediglich 900 freie Plätze für ein FSJ Kultur zur Verfügung. Das Netzwerk der Trägerorganisationen, unter dem Dach der BKJ, nimmt die bevorstehende Bundestagswahl zum Anlass, auf die Misere der Freiwilligendienste aufmerksam zu machen. Jugendliche wenden sich mit ihrer selbst gestalteten Postkartenkampagne "Danke Mami, Danke Papi" direkt an die PolitikerInnen und fordern sie auf, nicht zuzulassen, "dass das FSJ Kultur nur Kindern reicher Eltern offen steht".

Außerdem regt der Trägerverbund an, dass Freiwillige und Einsatzstellen PolitikerInnen einladen, um die Potenziale des FSJ Kultur und seine Qualität vor Ort vorzustellen. Hier sind die Möglichkeiten vielfältig: sie reichen von Einsatzstellen- und Seminarbesuchen über die Vergabe von Zertifikaten auf Abschluss- und Auftaktveranstaltungen bis hin zu Gesprächsrunden und öffentlichkeitswirksamen Presseaktionen.

Hintergrund der Postkartenkampagne ist, dass sich der große Zuspruch seitens der Bundespolitik in den letzten Jahren kaum in der Bereitstellung von Fördermitteln widerspiegelte. Das Ziel, mehr jungen Menschen ein FSJ Kultur zu ermöglichen, ist indes abhängig von der Unterstützung der Bundesebene - sie wird dringend gebraucht, wenn es um die Erhöhung der Platzkapazität und der Förderpauschale, aber auch um die Lösung der Umsatzsteuerfrage geht.

Der Trägerverbund setzt sich daher im Bundestagswahlkampf gemeinsam mit den Jugendlichen für bessere Rahmenbedingungen des kulturellen Freiwilligendienstes ein. Zu Beginn dieser Woche fiel der Startschuss für die Postkartenaktion, in der die zur Zeit als FSJlerInnen Aktiven möglichst viele Bundestagsabgeordnete direkt anschreiben und mit ihren Forderungen konfrontieren.

  • Förderung der pädagogischen Begleitung
  • Förderung von benachteiligten jungen Menschen
  • Befreiung des FSJ Kultur von Umsatzsteuer
  • Abbau weiterer rechtlicher Hürden

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InfoFax Sachsen-Anhalt 06.05.2009
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