Freiwilligendienste künftig flexibler

28.08.2007: Deutschland. Die Höchstdauer von Freiwilligendiensten erhöht sich auf insgesamt 24 Monate. Mehrere kürzere Freiwilligendienste können nacheinander absolviert werden. Außerdem besteht die Möglichkeit der Kombination von Einsatzzeiten im In- und Ausland.

Das Bundeskabinett verabschiedete einen entsprechenden Gesetzentwurf. Bisher war der Spielraum für die vertragliche Gestaltung der Jugendfreiwilligendienste sehr eingeschränkt. Die Novelle hebt einige Begrenzungen auf. Sie löst die beiden Gesetze zur Förderung des Freiwilligen Sozialen Jahres und des Freiwilligen Ökologischen Jahres ab.

Ziel ist es, mehr junge Menschen für Freiwilligendienste zu gewinnen. Damit wird den verschiedenen Lebenssituationen junger Menschen Rechnung getragen. Die Freiwilligendienste bieten Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 26 Jahren die Möglichkeit, sich bürgerschaftlich zu engagieren. Parallel sind sie Orte informeller Bildung. Wer einen Dienst absolvieren möchte, muss aber die Schulpflicht erfüllt haben.

Die Gesetzes-Novelle hebt die Höchstdauer von Freiwilligendiensten auf insgesamt 24 Monate an. Voraussichtlich wird die Einsatzzeit auch für Dienste im Ausland ab 2009 auf zwei Jahre erhöht. Derzeit sind 18 Monate möglich.

Kombinierte Einsatzzeiten im In- und Ausland sollen ebenfalls möglich sein. Jugendliche können mehrere kürzere Freiwilligendienste nacheinander absolvieren. Freiwilligeneinsätze im Inland sind in Blöcke von mindestens drei Monaten aufteilbar.

Wer sich für einen Jugendfreiwilligendienst entschieden hat, dem stehen viele Einsatzmöglichkeiten wie beispielsweise im Umweltschutz, Altenheim, Kulturinstitutionen oder Sportvereinen im In- und Ausland offen.
Anerkannte Wehrdienstverweigerer können anstelle des Zivildienstes einen zwölfmonatigen Freiwilligendienst absolvieren.

Eine Übergangsregelung stellt sicher, dass nach alter Rechtslage geschlossene Vereinbarungen und durchgeführte Dienste weiter gefördert werden. Laufende Verträge können umgestellt werden. Bereits absolvierte Dienste werden auf die Gesamtdienstdauer von 24 Monaten angerechnet.

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InfoFax Sachsen-Anhalt 22.08.2007
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